
AlpenRAUM
Tauche ein in die Welt des Wassers!

Das Projekt AlpenRAUM rückt das Element Wasser in den Mittelpunkt und verbindet es mit den MINT-Fächern sowie dem Lebensraum der Schüler:innen in den Alpen.
Wasser prägt Tirol in Natur, Wirtschaft und Gesellschaft, ist aber zugleich durch Klimawandel, Naturgefahren und Nutzungskonflikte stark herausgefordert. Um diese Zusammenhänge verständlich zu machen, wurde AlpenRAUM entwickelt: ein praxisnahes, inter- und transdisziplinäres Bildungsprojekt, das über drei Module Exkursionen, Experimente, Laborarbeiten und Peer-Learning kombiniert.
Ziel ist es, Schüler:innen wissenschaftliche Kompetenzen zu vermitteln, ihr Verständnis für gesellschaftliche Veränderungen zu fördern und ihnen berufliche Perspektiven in Forschung, Technik und Innovation aufzuzeigen.
Besonderer Wert wird auf Nachhaltigkeit, Integration und Chancengleichheit gelegt: Globale Probleme wie Klimawandel werden anhand regionaler Beispiele greifbar, Stereotype und Rollenbilder abgebaut und insbesondere Mädchen, Jugendliche mit Migrationshintergrund oder aus bildungsfernen Familien gezielt gefördert.
Damit leistet AlpenRAUM nicht nur einen Beitrag zur Wissensvermittlung, sondern stärkt zugleich Umweltbewusstsein, Team- und Genderkompetenz sowie die langfristige Verbindung zwischen Schüler:innen, Forschung und ihrem Lebensraum.

Lo.La Peak Solutions GmbH
LO.LA ist ein etabliertes innovatives KMU, das eng mit der heimischen Naturgefahrenforschung kooperiert und dessen Produkte in weiten Teilen aus einem idealtypischen FTI-Prozess entstanden sind (u.A. aus zwei FFG-Basisprogramm-Projekten). Das Unternehmen agiert an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Behörden, ist aber auch regelmäßig an Bildungsinitiativen rund um die Materie Schnee bzw. das Thema Klimawandel beteiligt.
Lumiosys GmbH
Das forschungsnahe Spin-Off-Unternehmen, hat ihre Kernprodukt (die Software „Schneeprophet“) aus einer Reihe von Forschungsprojekten an der Universität Innsbruck entwickelt und hat es mit Hilfe von physikalischen Modellen ermöglicht, die Energie- und Wasserflüsse zwischen der Landoberfläche und der Atmosphäre zu bestimmen (u.A. laterale Schneeverfrachtungen durch Wind oder gravitative Prozesse, Schneemetamorphose, Sublimationsverluste, etc.). Skigebiete werden damit erstmals in die Lage versetzt, die Schneehöhe auf ihren Pistenflächen in räumlich und zeitlich hochaufgelöster Form in Echtzeit zu verfolgen und den Auf- und Abbau der Schneedecke zu berechnen, zu prognostizieren und zu simulieren, um damit den Ressourcenverbrauch (insb. Wasser und Energie) nachhaltiger zu gestalten.


Universität Innsbruck – Institut für Geographie
Das Institut für Geographie erforscht die Wechselwirkungen von Gesellschaft, Umwelt und Technologie mit dem Ziel, Wandel zu verstehen und nachhaltige Zukunftsperspektiven zu entwickeln.
Zentrale Schwerpunkte sind Digitalisierung, Erdbeobachtung, Geoinformatik, Klimawandel, Nachhaltigkeit, Ressourcen, Risiken und Ungleichheiten. Dabei werden globale Herausforderungen wie Umweltveränderungen, Naturgefahren oder soziale Disparitäten inter- und transdisziplinär untersucht.
Der am Projekt AlpenRAUM beteiligte Arbeitsbereich ist die Mensch-Umwelt-Systemforschung (MUS; AG Prof. Strasser): Hier steht Wasser im Zentrum – als fundamentale Ressource für menschliches Leben und als komplexes System von Flüssen, Speicherprozessen und Energie-Flüssen. Forschungsziel ist ein ganzheitliches Verständnis dieser Wassersysteme auf regionaler Skala (vor allem Gebirge), inklusive Simulationen historischer und möglicher zukünftiger Entwicklungen.
Universität Innsbruck – Institut für Ökologie
Das Institut für Ökologie untersucht, wie Ökosysteme funktionieren und auf globale Veränderungen reagieren. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf alpinen Süßwasserökosystemen.
Im Fokus stehen Seen, Flüsse, Bäche samt den Verbindungen zur Kryosphäre wie Gletscher, ihre Biodiversität und biogeochemischen Kreisläufe. Forschende analysieren, wie Mikroben, wirbellose Tiere und organische Stoffe zusammenwirken und wie sich Gewässer durch Klimawandel und menschliche Einflüsse verändern.
Damit leistet das Institut wichtige Beiträge zum Verständnis der Rolle von Wasser als Lebensraum, Ressource und Schnittstelle zwischen Landschaft und Atmosphäre – und zu Strategien für eine nachhaltige Zukunft.

Folgende Bildungseinrichtungen sind Projektpartner bei AlpenRAUM:
Die Reise Beginnt
Jetzt ist es soweit. Das Projekt AlpenRAUM im Rahmen von Talente Regional der FFG hat mit Anfang September gestartet. Wir freuen uns gemeinsam mit unseren Bildungseinrichtungen in den nächsten 2 Jahren an spannenden Inhalten und Methodiken für unseren Lebensraum zu arbeiten und gemeinsam den Kindern und Jugendlichen Wissen (wissenschaftlich und praxisnah) näher zu bringen. In der Rubrik „Aktuelles“ werden wir Euch über den Projektverlauf in Blog-Form auf dem laufenden halten und gleichzeitig könnt ihr via Social Media (u.a. Instagram) über den #talenteAlpenRAUM diesem Blog auch folgen. Bis bald und einstweilen einen guten Schulstart und einen schönen Herbst. Euer AlpenRAUM-Team









Forschen am Wildfluss Lech – Lernen draußen und im Labor
Die Schüler:innen des BRG Reutte wurden im Rahmen des Projekts AlpenRaum selbst zu Forscher:innen. Dabei stand der Tiroler Lech im Mittelpunkt. Ausgestattet mit Messgeräten, Forscherbögen und viel Neugier untersuchten die Schüler:innen den Fluss aus biologischer, chemischer, physikalischer und geografischer Sicht. Tiere aus dem Fließgewässer wurden bestimmt, Wasserproben entnommen, Strömungsgeschwindigkeiten gemessen und Landschaft sowie Kultur des Lechtals erkundet – inklusive regionaler Besonderheiten wie den „Lechwoggen“ oder der Sagengestalt „Bluatschink“.
Zurück in der Schule wurden die gesammelten Proben im Labor analysiert. Leitfähigkeit, pH-Wert, Wasserhärte und -qualität lieferten spannende Einblicke in die Eigenschaften von Fließ- und Stillgewässern. Dabei wurde deutlich: Wissenschaft lebt von genauem Arbeiten – besonders bei einmaligen Feldmessungen. Das Projekteinheit zeigte eindrucksvoll, wie nachhaltig Lernen sein kann, wenn Exkursion und Laborarbeit kombiniert werden. Die Schüler:innen arbeiteten eigenständig, übernahmen Verantwortung und erlebten Naturwissenschaften praxisnah.
Das Bärtierchen Fritz besucht die Volksschule Steinach am Brenner
Wenn direkt neben der Schule ein Bach fließt, dann kann man schon mal davon ausgehen, dass sich die Kinder dort mit dem Element schon öfters beschäftigt haben. Und so war es auch: Die Steinacher Schüler:innen hatten vor der Einführung in die Ökologie des Wassers ihre eigenen Geschichten und Beobachtungen zum Lebensraum Bach. Der direkte Bezug zu aquatischen Ökosystemen war hier bereits in den ersten Minuten ersichtlich.
Es wurde gemeinsam die Reise eines Wassertropfens rekonstruiert, die Wichtigkeit dieses Elementes betont und auch die Konsequenzen für Mensch und Natur, falls es tatsächlich im Alpenraum knapp werden könnte. Wir durften auch größer denken: was bei uns in den Alpen zu beobachten ist – können wir hier dafür Parallelen zu den Polargebieten ziehen? Die Untersuchung von Wasser in der gefrorenen Form ist wesentlich, um Anpassungen der Lebewesen an extreme Lebensbedingungen zu verstehen.
Kinder lieben es, selbst zu experimentieren, anzufassen und Geschichten zu hören. Deshalb brachten wir ihnen eine großzügige Sammlung von wasserlebenden Insektenlarven aus dem Hochgebirge mit, welche vor Ort vergrößert und für alle sichtbar gemacht werden konnten. Der Ekeleffekt blieb nicht lange aus – nicht alle aquatischen Bewohner gewinnen einen Schönheitspreis. Aber auf alle Fälle einen Preis für eine effiziente Anpassung an kalte, nährstoffarme und schnell fließende Gewässer. So z.B. das Bärtierchen, welches der Inbegriff an Adaptionen und somit der „König des Überlebens“ ist für jegliche Art von unliebsamen Bedingungen (gefrieren, kochen, Vakuum, Radioaktivität, UV-Strahlung). Ein gehäkeltes Bärtierchen namens Fritz in Übergröße wurde sehr rasch zum Maskottchen auserkoren und war Zentrum einer lebhaften Diskussion, was man in Gebirgsgewässern alles aushalten muss. Um diese Anpassungen verschiedenster Organismen besser erkennen zu könne, wurden diese Organismen von den Schüler:innen auf kreative Art gezeichnet. Aber es dauerte eine Weile, bis der Ekel verflogen war und doch einer gewissen Faszination über die Vielfalt von aquatischem Leben gewichen ist.












Kooparationspartner VS Steinach | Quelle: Birgit Sattler






Vorbereitungen zu Modul 2 | Quelle: Bilder 1-3 Institut für Geographie der Universität Innsbruck und Bilder 4-6 Michael Warscher lumiosys GmbH
In der Zwischenzeit haben die Forscher von Modul 2 mit ihren Vorbereitungen begonnen: Ziel des Moduls ist es die Veränderungen im Wasserhaushalt als Effekte des Klimawandels zu beschreiben. Dieses Thema ist auch in der Öffentlichkeit in aller Munde. Dazu werden wir in einzelnen Schritten zeigen,
- wie man Wetter eigentlich misst und beschreibt,
- wie man vom Wetter auf das Klima kommt,
- wie man dieses überhaupt beschreiben und vorhersagen kann,
- und welche direkten Auswirkungen der Klimawandel auf den alpinen Wasserhaushalt hat.
Ein besonders prominentes Beispiel der Klimawandel-Auswirkungen im Alpenraum ist das Zurückgehen der Gletscher. Auch bei uns in Tirol ist der Gletscherschwund dramatisch. In absehbarer Zeit wird es in Tirol gar keine Gletscher mehr geben.
Am Beispiel der technischen Schneeproduktion in Skigebieten wollen wir zeigen, dass auch der alpine Skisport dem Klimawandel ausgesetzt ist und signifikanten Herausforderungen in den Rahmenbedingungen unterliegt. Dabei ist allerdings nicht alles, was neu und anders ist, eine Klimawandel-Antwort. Auch der Tourismus hat sich verändert, und die entsprechenden Angebote müssen heute ganz anders aussehen als noch vor einigen Jahren. Globalisierung, Digitalisierung und Diversifizierung sind Schlagworte, die auch in den alpinen Tourismus-Gebieten zu sichtbaren Veränderungen führen. Wir werden die naturräumlichen und die sozio-ökonomischen Prozesse einzeln anschauen und gemeinsam diskutieren.
In Modul 2 werden wir dazu vor Ort (in Schulnähe) mit einer kleinen Station die wichtigsten Wetter-Größen messen. Wir werden dann zeigen, wie man aus langjährigen Messreihen des Wetters auf das Klima schließen kann, und dann auf dessen Änderung. Dies geschieht im Klassenzimmer oder auch in der Uni. Zum Schluss werden wir uns auch draußen vor Ort eine Beschneiungsanlage anschauen und uns ein Bild davon machen, was alles getan wird, um uns den ganzen Winter den Spaß einer perfekten Skipiste zu ermöglichen.
Alle Kooperationszuschuss sind bereits vergeben.
Stefan Ortner
Lo.La Peak Solutions GmbH
Starres 8
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hello@lo-la.info
www.lo-la.info
Mobil: +43 664 73592941
für den Inhalt verantwortlich:
Konsortialführung „AlpenRAUM“
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